Leben für den Augenblick

Nkosi.

Leben für den Augenblick. Ein wichtiger Beitrag von Carmen Butta, der mir sehr nahe ging. Ja, dafür gibt es aktuell einen Grund. Aber nicht nur deshalb.

Schon Kinder leiden in Simbabwe an getrübter Sicht durch den Grauen Star. Tausende sind es. Doch in letzter Zeit können immer mehr von ihnen einer Zukunft in Blindheit entgehen. Denn seit einigen Jahren kämpfen engagierte Augenärzte gegen die miserable medizinische Versorgung im Land. GEO Reportage hat den Ärzten und Schwestern  von der Bulawayo Eye Clinic über die Schulter geschaut.

Seit seiner Geburt leidet der zwölfjährige Nkosi Gumbo an einer schweren Form von Grauem Star, der von Jahr zu Jahr zunimmt. Mit dem linken Auge kann Nkosi kaum noch sehen. Mit dem rechten erkennt er die Welt nur verschwommen. Wie die meisten Kinder im armen Matabeleland wächst Nkosi auf dem Bauernhof seiner Großeltern auf, während Mutter und Vater im benachbarten Südafrika arbeiten. Der siebenjährige Blessing Ncube musste dieses Jahr die Schule abbrechen, weil er durch seine stark eingeschränkte Sicht dem Unterricht nicht mehr folgen konnte.

Beide Jungen sind nur zwei von über 50.000 Kindern aus dem südlichen Simbabwe, die unter Augenkrankheiten wie dem Grauen Star leiden. Nun haben sie eine Chance auf Heilung – durch ein Programm, welches Kindern kostenlose Operationen anbietet. Die Krankenschwester Tilile Nkata war dafür in ihre abgelegenen Siedlungen gekommen und hatte die Kinder untersucht. Sie setzte beide Jungen als Notfälle auf die Liste für bevorstehende Operationen, die vom Gesundheitsministerium sowie von lokalen und deutschen Nicht-Regierungs-Organisationen finanziert werden.

Doch nicht bei allen Kindern ist die Operation möglich. Vitamin- und proteinarme Ernährung, unbehandelte Verletzungen und Infektionen haben manche Augen so schwer geschädigt, dass sie nicht mehr zu korrigieren sind. (Text: Arte)


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